Die System-Lösungen die wir in der Bauwerksabdichtung, Betoninstandsetzung und bei Oberflächenschutzsystemen
für Sie planen, befassen sich

in der präventiven Bauwerksabdichtung (Neubau) u. a. mit

starren Abdichtungen
Wobei das Eindringen von Feuchtigkeit durch die eigentliche Tragkonstruktion verhindert wird. Als klassischer Vertreter ist die sog. „Weiße Wanne“, hergestellt aus wasserundurchlässigem Beton, mit definierter Mindestbauteildicke und begrenzter rechnerischer Trennrissbreite zu nennen.

- Anwendung: mehrheitlich bei drückendem und nicht drückendem Wasser bzw. zeitweise aufstauendem Sickerwasser
- Baustoff: wasserundurchlässiger Beton
- maßgebendes Regelwerk: DAfStb „Wasserundurchlässige Bauteile aus Beton (WU-Richtlinie)“
- erfordert umfangreiche Erfahrung und höchste Sorgfalt in Planung und Ausführung
- mit wasserführenden Rissen und Feuchtstellen an der Bauteiloberfläche ist zu rechnen – deren Abdichtung muss bereits im Entwurf festgelegt werden
- Fugenabdichtungen, umfangreiche rissverteilende Bewehrung und Mindestbauteilstärken sind wichtige Bestandteile.
bahnen- und hautförmigen Abdichtungen
Wobei das Eindringen von Feuchtigkeit durch erdseitig auf das Bauteil aufgebrachte Materialien verhindert wird. Dabei handelt es sich entweder um bituminöse Stoffe oder hochpolymere Kunststoffe. Als klassischer Vertreter ist die sog. „Schwarze Wanne“ zu nennen.

- Anwendung: mehrheitlich bei Bodenfeuchte bzw. nichtdrückendem Sickerwasser
- Baustoff: Mauerwerk und Beton ohne WU-Anforderung
- maßgebendes Regelwerk: DIN 18533
- fehleranfällig in der Ausführung
- stark witterungsabhängig
- mehrschichtiger Auftrag erforderlich
- durch nachträgliche Anbringung Verlängerung der Bauzeit.
kombinierten Abdichtungen
Sichere Anwendung der DAfStb „WU-Richtlinie“! – wobei die starre Abdichtung vollflächig oder partiell im Bereich hochwertiger Nutzung der Nutzungsklasse A*** (bewohnte Wohnhauskeller, Technikräume, Archive, Kliniken, Museen, etc.) oder in Bereichen hoher Rissbildungsgefahr aufgrund von Zugspannungen (früher- und später Zwang) mit einer bahnenförmigen Sekundärabdichtung ergänzt wird. Die unvermeidbaren, unter Umständen wasserführenden Risse, die gemäß DAfStb WU-Richtlinie über Rissinjektion nachträglich verfüllt werden müssten, können so zuverlässig von vornherein dauerhaft abgedichtet werden.

- Anwendung: überwiegend bei drückendem Wasser
- Baustoff: wasserundurchlässiger Beton
- maßgebendes Regelwerk: DAfStb „WU-Richtlinie“
- technisch höherwertige Alternative zu den klassischen bahnen- und hautförmigen-, bzw. starren Abdichtungen
- Reduzierung von Mindestbauteildicken, rissmindernder Bewehrung und enger Fugenabstände möglich (Einzelfall)
- Verzicht auf innenliegende Fugenabdichtungen möglich (Einzelfall)
- Schutz vor betonangreifenden Stoffen im Erdreich.

in der nachträglichen Bauwerksabdichtung (Bauen im Bestand)/ Sanierung u. a. mit

Injektion von Rissen und Hohlräumen
Bei einzelnen Rissen oder lokalen Hohlräumen besteht die Möglichkeit, sie unter Druck über Einfüllstutzen mit Füllstoffen (Polyurethanharz, Epoxidharz, Zementlein und Zementsuspension) zu schließen. Der Abstand der Einfüllstutzen beträgt in der Regel circa die halbe Bauteildicke. Bei der Injektage ist auf einen ausreichenden Füllgrad zu achten. Die Auswahl des Füllguts ist abhängig von der Verwendungskategorie (kraftschlüssiges, dehnbares und quellfähiges Füllen) festzulegen. Maßgebende Regelwerke sind DIN EN 1504, DIN V 18028 und die DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“.
Abdichten durch Baugrundinjektionen
Können Schadstellen auf der erdzugewandten Seite des Bauteils nicht exakt lokalisiert werden oder sind sie bedingt durch Hohlräume des angrenzenden Erdreichs, kann durch das Einpressen von Zementsuspension bzw. Acrylatgel über Injektionslanzen ein sog. Injektionsschirm erzeugt werden. Der Abstand der Bohrungen (circa 40-60 cm) ist dabei in Abhängigkeit des Bodens so zu wählen, dass sich eine geschlossene Schicht von circa 10 cm ergibt. Da es sich hierbei um eine Sonderlösung handelt, ist zunächst eines der zuvor genannten Instandsetzungsverfahren auf Anwendbarkeit und Tauglichkeit zu prüfen. Erst wenn diese ausgeschlossen werden können, sollte die Möglichkeit durch „Abdichten des Bodens“ geprüft werden. Maßgebende Regelwerke sind das DGGT-Merkblatt „Einpressarbeiten mit Feinstbindemitteln in Lockergestein“, das STUVA-Merkblatt „Abdichten von Bauwerken durch Injektion" und das WTA-Merkblatt „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“.
Abdichten durchlässiger Fugen
Das Abdichten durchlässiger Arbeits-, Sollriss-, oder Bewegungsfugen, stellt planungs-, sowie ausführungstechnisch eine große Herausforderung dar. Nicht jede Abdichtungsart lässt sich für jede Fugenart anwenden. Welche Abdichtungsart die richtige ist, kann nur im konkreten Einzelfall festgelegt werden. Die Ursachen durchlässiger Fugen liegen meist in planungstechnischen (kein geschlossenes Fugensystem vorhanden, es wird der Baustelle freigestellt ein Fugensystem zu wählen, Fugenabdichtungen werden kombiniert) oder ausführungstechnischen (Fugenabdichtung wurde vergessen, schlecht ausgeführte Anschlüsse, Stöße und Kreuzungspunkte, unzureichende Verdichtung des Betons im Fugenbereich) Fehlern. Grundsätzlich stehen dem Planer folgende Abdichtungsverfahren Verfügung:

- Injizieren des Fugenbereichs
- Aufbringen eines streifenförmigen Abklebesystems
- Einsetzen einer Kompressionsdichtung
- Aufsetzen eines Fugenprofils mit einer Klemmkonstruktion
- Nachinjektion über Injektionssysteme
- Vergelen der Fuge.
Abdichten mit Dichtungsschlämmen und Flüssigkunststoffen
Dichtungsschlämmen bestehen in der Regel aus Zement, Sand und Kunststoffen oder besonderen Zusatzstoffen, Flüssigkunststoffe aus synthetischen Harzen mit organischen Zusätzen. Sie können abgesehen vom Anwendungsbereich in Neubauten, nach erfolgtem Nachweis der Rissbreitenbegrenzung, auch für die Instandsetzung verwendet werden. Dichtungsschlämmen werden in ausreichender Dicke, sowie mehreren Schichten direkt auf die gereinigte Bauteiloberfläche aufgetragen. Flüssigkunststoffe werden hingegen in ein Spezialvlies blasenfrei eingearbeitet. Maßgebende Regelwerke sind DIN 18195 und die „DBC-Richtlinien“ der Bauchemie e. V.
Ersetzen durch Spritzbeton
Treten bei Weißen Wannen größere Bereiche schadhaften Betons auf, besteht die Möglichkeit ihn durch Spritzbeton zu ersetzen. Bei der Durchführung wird zunächst der schadhafte Beton entfernt, dann werden die Anschlussflächen des vorhandenen Betons angeraut, gereinigt und befeuchtet. Anschließend wird der Spritzbeton in mehreren Schichten mit Schichtdicken von 2-5 cm aufgebracht, bis die Fehlstelle aufgefüllt ist. Maßgebende Regelwerke sind DIN EN 14487, DIN EN 14488 und DIN 18551.

in der Betoninstandsetzung (Chloridsanierung, Abplatzungen, ...) u. a. mit

der statisch relevanten Instandsetzung (Stützen, Wände, Decken ...)
Bei der statisch relevanten Instandsetzung müssen im Anschluss tragende Funktionen durch das gewählte Instandsetzungssystem wieder zielsicher übernommen werden. Das bedeutet, dass bspw. an eingesetzte Instandsetzungsmörtel Anforderungen an ihre Druckfestigkeit gestellt werden. Im Wesentlichen werden Anforderungen an Instandsetzungsprodukte in der europäischen Norm DIN EN 1504-3 geregelt. Im Sinne dieser Norm werden Instandsetzungsmörtel verwendet, die der Klassifizierung R3 oder R4 zugeordnet werden.
der statisch nicht relevanten Instandsetzung (Verputze, Anstriche, Estriche ...)
Bei der statisch nicht relevanten Betoninstandsetzung geht es oftmals um die Wiederherstellung von Querschnitten von Bauteilen, oder um die Verbesserung bzw. den Erhalt der Optik. Spezielle Regelwerke gibt es für diesen Bereich nicht. Die DIN EN 1504-3 regelt hier Mörtel mit geringerer Druckfestigkeit. Diese werden in die Klassen R2 und R1 eingeordnet.

bei Oberflächenschutzsystemen (Parkhäuser, Brücken, ...) u. a. mit

befahrenen Systemen
Die befahrenen Oberflächenschutzsysteme behandeln die klassischen Beschichtungen für Parkhaus- oder Brückenkappen, Verladerampen, Industrieböden oder Ähnliche. Es kommen robuste, verschleißarme und chemisch hochbelastbare Systeme, wie z.B. das OS 8, zum Einsatz, die den Umgebungsbedingungen trotzen. Die Systeme werden in der Hauptsache durch Epoxidharze oder Polyurethane repräsentiert. Maßgebendes Regelwerk: DIN EN 1504-2.
nichtbefahrenen Systemen
Nicht befahrene Oberflächenschutzsysteme sind Systeme die an Wänden, Decken und Untersichten zum Einsatz kommen. Die mechanischen Anforderungen die an sie gestellt werden sind folglich gering. Wesentlicher sind wasserabweisende Eigenschaften oder die Wirksamkeit gegenüber Kohlenstoffdioxid aus der Umgebungsluft, um die Karbonatisierung einer Stahlbetonstruktur zu bremsen. Nicht befahrene Oberflächenschutzsysteme sind flexible Anstrichstoffe, kunststoffvergütete Mörtel, mineralische Dichtschlämmen oder auch Hydrophobierungen. Oftmals werden diese Produktgruppen zur Erreichung eines optimalen Schutzes kombiniert. Maßgebendes Regelwerk: DIN EN 1504-2.


In der Bauwerksabdichtung schützen wir Ihr erdberührtes Bauwerk gegen
drückendes Wasser
Grundwasser, Schichtenwasser, Hochwasser oder anderes Wasser, das einen hydrostatischen Druck ausübt

nicht drückendes Wasser
Wasser in tropfbar flüssiger Form, das keinen oder nur einen geringen hydrostatischen Druck ausübt

zweitweise aufstauendes Sickerwasser
Wasser, das sich auf wenig durchlässigen Bodenschichten ohne Drainage aufstauen kann

nicht stauendes Sickerwasser
Wasser, das bei sehr stark durchlässigen Böden ohne Aufstau absickern kann bzw. das bei wenig durchlässigen Böden durch dauerhaft funktionierende Dränung abgeführt wird

Bodenfeuchte
Wasser, das kapillar im Boden gebunden ist